Ich arbeite daran, dass Chöre auf der Bühne magnetisch wirken und sich dabei sicher und lebendig fühlen.
Mich interessiert, wie ein Auftritt entsteht – von innen und von außen. Also nicht nur, wie ein Chor klingt, sondern wie er sich auf der Bühne bewegt, wie Kontakt entsteht, wie ein Abend aufgebaut ist – und was es braucht, damit sich die Sängerinnen dabei wirklich sicher fühlen und den Moment genießen können.
Ich liebe die Augenblicke, in denen Menschen etwas tun, das ihnen kurz zuvor noch unmöglich erschien, und in denen eine Gruppe gemeinsam über sich hinauswächst.
Dabei interessiert mich weniger die Einzelleistung als die Kraft, die entsteht, wenn viele Menschen zur gleichen Zeit das Gleiche tun – sich also synchronisieren – und sich aufeinander verlassen können. Gerade darin liegt oft der Mut, Neues zu wagen.
Meine Erfahrungen sind die Grundlage für die Songs, die ich schreibe. Es sind Lieder für die Bühne – sie tragen die Szene schon in sich. So fällt es Chorsängerinnen oft leichter, aus sich herauszukommen und Ausdruck in ihre Darstellung zu legen.
Ich liebe den Wechsel zwischen diesen Tätigkeiten: Songs schreiben, über Chor und Bühne nachdenken, mit einer Gruppe eine Choreografie erarbeiten und gemeinsam mit anderen neue Bühnenprojekte entwickeln – was könnte es Schöneres geben?
Alle wissens (SSA)